Verklemmte Kanadier?!

Montag
Heute, am erste Tag der Woche, der erfreulicherweise auch gleich ein Schulfrei mit sich brachte, war tagsueber eigentlich Ruhe im Hause… Abends ging es dann dafuer zur Schwester (oder so) meiner Gastmutter zum Abendessen – *lecker* 🙂

Dienstag
Beginnen wir mit einigen Zitaten… Hier meine Physiklehrerin Pascale, zum Thema, was man moeglichst nicht in die Hypothese eines Labor-Berichtes schreiben sollte…

Je pense que mon hypthèse va être confirme…

Wenn man das doch machen sollte, macht sie einen – genau! – tot 🙂

Immernoch in Physik, gesucht war das Geraet Pheriskop (Um-die-Ecke-schau-Ding)… Ihre Umschreibung war da in etwa so…

Also etwas, womit man andere sehen kann, und man kann es hoch und runter machen…

Schueler darauf hin – sehr selbstsicher uebrigens:

Ein U-Boot!

In Anbetracht der Tatsache, dass U-Boot und Sandwich im Franzoesischen beide „sous-marin“ heissen, noch viel lustiger 😉 Klar – mit einem Sandwich kann ich auch andere sehen… So gross, dass es mir das Sichtfeld versperrt ist es ja nicht unbedingt 😉

Zu guter Letzt gibt es bei ihr an der Zimmertuere auch noch ein tolles Merkblatt auf dem Briefpapier der Schule „Élève non fonctionell“… Das Wordart „confidental“ macht das Dokument dann neben dem Text so richtig glaubwuerdig 😉

Tjoah – sonst nix neues im Lande 😉

Oh – doch! Ich habe mein Geschichtsexamen rausbekommen: 88% 🙂 [Anm.: Warum akzeptiert b2evolution nicht das tag „string“? :D)

Donnerstag
Kennt ihr eigentlich den Kaese „P’tit Québec“? Das ist hier ein recht beliebter Kaese… Und unser Retter in allen Lebenslagen, Wolfgang Prigge, hat da auch etwas dazu zu sagen…

The cheese is produced in Otario, but only in Québec it’s called P’tit Québec… So we think it’s just made for us… Eeeehhhh!…. Bullshit!

In Mathematik habe ich heute mein zweites Examen geschrieben. Das lief eigentlich ganz gut bis auf die Tatsache, dass ich einen Unterpunkt einer Aufgabe partout nicht logisch loesen konnte… Aber das passt sich schon…

Franzoesisch hatte ich auch ein Examen heute (ergo habe ich heute 2 Examen geschrieben ;)) – Mal sehen, was das gibt, waren ja immerhin 25% der Étappe… Erinnert ihr euch uebrigens noch an mein erstes Examen, den Vergleich zwischen dem Film und dem Buch „Von Maeusen und Menschen?“. Das habe ich heute rausbekommen. 90% – Juppie! (45 von 50 Punkten – zaehlt fuer 25% der Etappe).

Nun – woll’ma noch Mal Éric Lemieux, meinen Geschichtslehrer ranlassen – die scheinbar unerschoepfliche Quelle von allen moeglichen Lebensweisheiten 😉 Aber bevor ich euch wieder mit seinen Spruechen bewerfe, gibts erst Mal das Ergebnis der Aufzeichnung seines Auftrittes bei der Fernsehsendung „Le Cercle“. Fuenf Sendungen wurden mit ihm aufgezeichnet – und bei allen ist er in der ersten Runde rausgeflogen… Das aber nicht unbedingt wegen Unwissenheit, sondern weil er einfach nicht gehoert hat, was die anderen im Studio schon als Antwort gegeben haben… Und zwei Mal das gleiche sagen, darf man ja nicht… Tja, beim naechsten Mal will er auf jeden Fall mehr als 2 Stunden schalfen 😉 (Sein kleiner Sohn hat ihn die ganze Nacht auf Trab gehalten…).

Aber beginnen wir nun mit den Spruechen – heute leicht Sexualkundemaesig angehaucht 😉 Der Einfachheit halber, schreibe ich sie einfach Mal auf Deutsch hin 😉

[…] Es gibt ja auch Leute, die sind beim Geschlechtsverkehr wie das Duracell-Haeschen… Immer hopp-hopp-hopp

Un non avec un grand „n“ „o“ „n“

[…] Meine Damen, ich gebe euch einen Tipp: Es gibt auch Jungs die nett sind, bis sie im Bett mit euch liegen […]

Seid froh, dass ihr nicht um 1760 lebt… da [in der franzoesischen Kolonie „Nouvelle-France“] wuerdet ihr als letzte geheiratet werden…

Es gab da Mal ein Forschungsprojekt… Barbie wuerde mit ihrem Busen die ganze Zeit nach vorne umkippen… Und Kenn ja keinen Penis… [Stimme auf Kleinkind verstellt] „Mama, Mama! Ich bin nicht ganz normal!“

Der Rekord an gezeugten Kindern in der Kolonie [Nouvelle-France] lag, wenn ich mich nicht irre, bei 28 Kindern… DAS gibt doch Mal ein Weihnachtsfest!

Doll, oder? Ich glaube, ich habe hier einen Heinrich-Ersatz gefunden 😉

Sonntag
Das ganze Wochenede habe ich bei Philipp in St.Anne-la-Rochelle verbracht… Wir haben wieder Mal einen Haufen Schmarn gemacht – wie sollte es auch anders sein – und ich habe u.a. Mal ausprobiert, wie das mit den Rosen aus Duct-Tape funktioniert… Ueberraschend gut sogar! Und aus lauter Jux und Dollerei habe ich sogar mir gleich 6 silberne gebastelt… Jetzt kann ich also ohne Probleme „The Bachelor“ nachspielen 😉

Um noch ein bisschen vom Freitag in der Schule zu erzaehlen… In Franzoesisch hat Catherine (Lehrerin) gemeint, dass es auch in Granby Prostitution gibt… Nachdem das Erstaunen der Schueler verflogen war, folgte dann aber auch gleich eine intelligente Frage, die wohl uns allen auf den Naegeln brennt: „Wo?“ 😉

Ansonsten hat Mr. Prigge noch wissen lassen, dasss er in Bonn geboren ist – genau wie Bethoven… Das ist auch der Grund, warum Bethoven so beruehmt geworden ist 😉

Was soll ich sonst noch so sagen? Ich werde am Donnerstag wohl meine erste Sendung im Schulradio von J.H.L. haben – und wohl damit auch der erste Moderator sein, der auch das Mikrofon benutzt… Angeblich sind alle anderen zu schuechtern, da was reinzusuelzen… Hmm… Also daran wird es bei mir hoffentlich nicht scheitern 😉

Dann noch eine Sache… es wird ja immer gesagt, dass die Kanadier etwas… verklemmt/konventionell sind, wenn es um so Sachen wie Sex, etc. pp. geht… Das kann ich bisher eigentlich nicht so bestaetigen kann… Vorgestern lief auf „Canal D“ sowie „TQS“ ein Pornofilm (ab ca. 22:30)… Soweit wohl nichts besonderes – wenn man in Deutschland Mal den ganzen Satelliten durchzappt findet man da ja auch einiges… Aber gehen wir Mal zum Radio… Vor einiger Zeit auf CKOI gehoert: Die beiden Moderatoren kuehren die Mail der Woche. Eine Leserin fragt, in welcher Stellung die Frau wohl am meisten „Spass haette“ (woertlich uebersetzt…). OK – das gleicht schon Mal ein bisschen der Dr.Sommer-Ecke in der Bravo – aber die Antwort ist doch ganz nett… „Am meisten Spass hast du in der klassichen Missionars-Stellung – wobei du dich umdrehen aber auf dem Ruecken liegen bleiben musst…“ Aha… Gut… Kann man jetzt so oder so sehen – aber einen rechten Sinn endeckte weder Philipp noch ich dahinter 😉

Aber die Kanadier sind ja etwas konventionell in dieser Angelegenheit, ne? 😉

Ein Gedanke zu „Verklemmte Kanadier?!“

  1. Hallo Martin,
    ich muss mich wieder mal melden,um dir zu sagen,dass deine Ausführungen total erheitern.Man merkt ihnen an,dass deine Stimmung zusehends besser wird,seitdem die Dinge in deinem Umfeld offensichtlich geklärt sind(wobei ich den Eindruck hatte,dass dich auch vorher nichts umhauen konnte).
    Wenn ich die Tagesberichte lese,zerbröselt’s mich manchmal und meine Frau fragt mich,ob ich eine neue Witzseite gefunden habe (inzwischen fragt sie nur noch,ob ich die Martin-Site lese).Da ich die französische Sprache nicht mal im Ansatz kenne,geh’n mir zwar bestimmte Pointen durch die Lappen,aber das macht nichts,es ist auch so lesenswert.
    Zu deinen sichtlichen Erfolgen bei Leistungsüberprüfungen kann ich nur gratulieren!
    Bis zum nächsten Mal grüße ich dich herzlich
    Peter

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