Französisch-Examen des MEQ – Done!

Nun, was soll ich euch sagen? Das Französisch-Examen des Ministeriums (Ministère d’éducation du Québec bzw. Ministère d’éducations, sports et loisirs du Québec – kurz MEQ) ist vorbei!

Und ich muss sagen, dass ich eigentlich recht zufrieden mit dem Ergebnis bin. Die „Situation d’écriture“ war genau das, was ich mir gedacht habe (resp. was Francoise, eine Französisch-Lehrerin der Francisation, gedacht hatte): Ist die Art der Humanitären Hilfe, wie wir sie im Moment leisten in Ordnung.

Das Examen hat 3:15 Stunden gedauert, 15 Minuten konnten zusätzlich zum fertigstellen der Abschrift gegeben werden.

Auch nett fande ich, dass die Direktoren der Schule während des Examens eine Runde durch alle Klassenräume gemacht haben und frische Äpfel verteilt haben 🙂 So machen Examen gleich viel mehr Spaß 😉

Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich an einer Stelle doch ein wenig Panik bekommen habe… Martin Nadeau, der „Oberste der Klingonen der Französischlehrer“ (also Fachaufsicht, oder wie auch immer dass wohl auf Deutsch nennt), hat (wie angekündigt) die ganzen Blätter überprüft, auf denen wir unsere Notizen zum Thema gemacht hatten. Warum das? Nun, es gibt diverse Einschränken, was auf dem Blatt nicht sein darf – unter anderem darf man keinen zusammenhängenden Text drauf stehen haben. Im Durchschnitt hat er 30 Sekunden gebraucht um Vor- und Rückseite eines Blattes zu überprüfen, bei meinem Blatt hat er allerdings auf einer Seite gut und gerne 2 Minuten verweilt…
Am Ende hat er es mir dann aber wieder gegeben… Allerdings nicht ohne den Kommentar, dass ich beim nächsten Mal doch bitte etwas größer schreiben solle – er kann selbst mit Brille meine kleine Schrift kaum erkennen 😉 Na, wenn’s sonst nichts ist 🙂

Dem aufsehenden Lehrer bin ich wohl auch ins Auge gefallen… Ich war der einzigste in meiner Gruppe, der sich alle (Wörter-)Bücher selbst mitgebracht hat. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass das ein schöner Stapel ist, wenn ich mit einem petite Larousse, einem Larousse Dictionaire des Synonymes, einem Bescherelle – L’art de conjugaison sowie einem Wörterbuch Deutsch//Französisch dagesessen bin.
Selbstverständlich sind die ganzen Bücher schon relativ alt gewesen und sahen dementsprechend auch vom Cover her anders aus… So hatte der Larousse einfach nur einen roten Einband (Ausgabe 1998), das Wörterbuch der Synonyme ein weißes Papp-Cover und der Bescherelle war grün… (Interessant dabei ist aber, dass der Bescherelle hier nur grün zu kaufen ist, und auch eine hübsche Stange Geld mehr kostet…).

Aber zum es zusammenzufassen: Es ist gut gelaufen – denke ich zumindest… Mal sehen was das Ministerium dazu sagt 😉

Das einzigste was ich als kleines Problem ansehe ist die Regelung, dass ab 35 Fehlern der Text noch ein Mal korrigiert wird und die Fehler klassifiziert werden. Wenn dann die Fehler als grundlegende Fehler gewertet werden, heißt es -50% – also nicht bestanden (zum bestehen braucht’s mindestens 60%).

Marilou, das eine Mädchen, bei dem ich ja schon zwei Mal nach Schulausflügen geschlafen habe, war überhaupt nicht so glücklich mit ihrem Examen… Sie hat zwar den Entwurf geschrieben, allerdings nur die Einleitung sowie 1,5-Argumente ins reine schreiben können… Dass heißt dann wohl ziemlich dicker Punkte-Verlust… Eventuell auch, dass sie den Test nicht bestanden hat… Mal sehen, was da draus wird bei ihr… Immerhin hat sie ja ansonsten im Französisch-Unterricht 90% und mehr…

Aber wie gesagt: Jetzt ist das größte Examen erst Mal weg… 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.