Semaine de relache

Genau so wie in Deutschland gönnt sich der Leerkörper (die Schüler natührlich auch) eine kleine Auszeit – hier heißt’s „semaine de relache“, was so viel wie „Woche der Atempause“ sagen will 🙂

Doch in Wirklichkeit ist es mehr als eine Woche – eine Woche und 1 Tag 😉 (wobei der 1 Tag ein pädagogischer Tag ist, an dem die Lehrer arbeiten müssen).

Für den Rest des Jahres sind dann hauptsächlich ganze 5-Tage-Wochen vorgesehen. Richtige Ferien gibt es nur noch 1 Mal zu Ostern.

Doch jetzt, so frisch in die „Atempause“ hineingeschlittert eine kleine Übersicht, was so alles passiert ist in der vergangen Woche…

Fangen wir – wie so oft – mit dem wohl lustigstem Unterrichtsfach an – Geschichte. Da unterhalten wir uns ja zur Zeit über all‘ die tolle Politik, die früher schon in Canada produziert wurde. In selben Atemzug erklärt Éric uns dann auch wie das eigentlich mit dem „Links sein“ bzw. „Rechts sein“ ist… Dabei stellen fest: Egal ob mal links oder rechts extrem ist, ist das schlecht. Das beste ist wohl immernoch in der Mitte zu sein.

Schlussfolgerung: Rechts oder links auf der Strasse zu fahren ist schlecht. Ab morgen also bitte alle schön auf dem Mittelstreifen fahren 😉

Wie? Das Beispiel überzeugt nicht? Na denn – er hatte ja auch noch ein zweites: Jemand fragt, für wie viel man ihm sein Kind verkauft. Möglichkeit 1: „Ab 20.000$ aufwärts höre ich dir zu.“ –> Extrem rechts
Möglichkeit 2: „Ein Kind ist unbezahlbar!“ –> Extrem links

Und was folgern wir daraus, als jemand, der immer schön in der Mitte sein will? Genau: Man muss das Kind umsonst geben 😉

Aber auch zu „inneren Werten“ hatte Éric etwas zu berichten. In diesem Falle zum Thema „Ab wann ist man ein Mann/eine Frau?“. Ihm zufolge lässt sich das auf folgendes einfaches Prinzip zusammenkürzen: Jungen haben ihren Führerschein und Mädchen ihre Menstruationsphasen. Point finale. 😉

Und auch kurz vor den Ferien gibt es noch eine große Änderung: Catherine, meine Französischlehrerin hat Mutterschaftsurlaub genommen. Ihre neue Vertretung heißt Genevieve Gagnon.
Dann wäre da noch Sylvie, meine Journalismuslehrerin. Sie hat auch eine Auszeit genommen, weil sie „einfach nicht mehr kann“. Da dies ein Urlaub auf unbestimmte Zeit ist, wird sie von Patrice Gagnon vertreten.
Ob die beiden Lehrer da jetzt irgendwie zusammengehören, weiss ich allerdings (noch) nicht…

Dann Mal wieder zum lustigen 😉

Pascale, die wohl kleinste Physiklehrerin der Welt™, hat uns eine nette Geschichte erzählt.

Neulich war sie als bei der SAQ („Societée d’alcools du Québec“, einzigste authorisierte Stelle für den Verkauf von Wein, etc.pp.) und wollte sich ausnahmsweise Mal eine Flasche Wein kaufen. Ausnahmsweise, da sie dass normalerweise vielleicht 1 Mal im Jahr macht.
Wie sie also so zur Kasse geht, sieht sie ein Mädchen vor ihr stehen, dass sie kennt. Es ist eine Schülerin, die sie auch unterrichtet. Und sie ist noch nicht 18 Jahre alt… Macht aber nichts, die Dame an der Kasse verkauft ihr den Wein trotzdem ohne den Ausweis zu verlangen.
Nun ist es an Pascale ihre Flasche Wein zu bezahlen… Und ratet Mal, was passiert ist. Genau! Die Verkäuferin wollte Pascal’s Ausweis sehen, weil sie partout nicht geglaubt hat, dass Pascale schon über 18 Jahre alt ist 🙂

Jaja, das Leben ist hart und ungerecht 😉

Beim durchsuchen meiner Agenda habe ich auch einen tollen lila Zettel gefunden, auf dem meine Jahrgangsstufensekretärin vermerkt hatte, dass mich der Busfahrer doch bitte in seinem Autobus mitnimmt, auch wenn ich noch keine Schülerkarte habe. Soweit nichts besonderes – allerdings ist mir erst jetzt ein tolles Verb aufgefallen: autbuser Ob’s das wohl wirklich gibt?

Wolfgang hat nun auch die CD mit dem Film fertig gemacht, den der während des „Salon des options“ aufgenommen hat… Netter Film 🙂

Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass wohl irgendwie eine richtige Abwanderungswelle am WHG einsetzt… Erst verschwindet Jenny, dann geht Knittel in den Ruhestand und jetzt kündigt Andrea an, dass sie eventuell ans Giesela wechselt… Verrückte Welt… Wenn das so weiter geht, stehe ich ja nächstes Jahr alleine in der K12 da 😉

Was war gestern sonst noch so los? Nun, in Bromont war eine „Nuite blanche BudLight“. Aus diesem Namen kann man das „BudLight“ eigentlich rauslassen – das ist nur Werbung für eine Biermarke. „Nuite Blanche“ bedeutet allerdings so ziemlich das gleiche wie im Deutschen (weiße Nacht): Man darf durchmachen. In diesem Falle heißt das: Skifahren bis 02:00 Uhr morgens.

Louis-Bernard und ich sind da also auch hin 🙂 Allerdings haben wir dann gegen 00:00 Uhr dann Schluss gemacht 🙂

Dabei ist mir wieder Mal etwas aufgefallen: Im ganzen Skigebiet gibt es keinen Tiefschnee 🙁

Was steht sonst noch so auf dem Programm?

Heute kommt Philipp noch irgendwan, damit wir dann morgen in der Früh nach Bromont fahren können – einen ganzen Tag Skifahren. Wird bestimmt lustig 🙂

Und nächstes Wochenende geht es wohl wieder irgendwohin in Richtung Québec zum Schneerutschen fahren 🙂 *hui* 🙂

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