Tag 2

Ein weiterer Tag ist ins Land gezogen und mir geht es (immer noch ;)) gut – toll oder? 😉

Heute war, wie bereits gestern angekündigt, der erste Tag, an dem wir Schuluntericht hatten. Im Detail sah das so aus, dass wir erst ein Mal von Eric (meinem Gastvater für die zwei Wochen des Camps) zur Schule gefahren wurden und promt erst Mal eine halbe Stunde zu früh angekommen sind… Macht nix – dafür gibts ja die Picknick-Tische vor der Schule zum warten… 🙂

Nach und nach trafen dann auch alle anderen Schüler ein und wir wurden dann auch in einzelne Klassen/Gruppen nach Anzahl der Jahren eingeteilt, die wir bereits französisch sprechen. Insgesammt gibt es dadurch ca. 6 Gruppen mit jeweils 10 Schülern, wobei hier die Kenntnisse von überhaupt keinem Wort Französisch bis hin zu 8 Jahren reichen.

Die Tätigkeiten am ersten Tag beschränkten sich eigentlich darauf, dass jeder ein Buch von ASSE bekommen hat, in welchem einiges wissenswertes über Kanada und Québec steht, sowie ein wenig Koversation in der Klasse (jeder stellt sich vor und erzählt ein bisschen über sich, etc. pp.).

Damit war der Vormittag eigentlich auch schon gelaufen und es ging in Richtung Nachmittag. Heute sind wir alle in diesen tollen gelben Schulbussen (insgesammt hatten wir 2 Stück für alle Schüler) zum Strand gefahren sind. Dort ging es dann ans Baden und Ballspielen – richtig wie im Urlaub 🙂 Anschließend gab es noch einen Wettbewerb im Sandskulpturen bauen, wobei sich hier von den sechs Gruppen, vier für ein Krokodil und die anderen zwei für die Flagge von Québec entschieden haben…

(Dabei wurden keine Vorgaben gemacht, was man am besten bauen sollte…).

Wie dem auch sei – nach einige Zeit fing es dann leider an zu regnen, was uns aber nicht weiter davon abhielt weiterzubauen und im strömenden Regen Ball zu spielen – Spaß ist wenn man trotzdem lacht 😉

Irgendwann hatten dann aber die meisten doch keine Lust mehr, weiter im Regen herumzustehen und verdrückten sich unter die Bäume ins trockene. Dort wurden dann auch ganz nette Spiele gespielt – unter anderem „Was geschah?“.

Doch auch dieser Strand-Tag ging irgendwann zu Ende und wir sind wieder mit den Schulbussen heimgefahren. Auf dem Weg haben wir dann sogar einen Haufen Schnee gesehen – der wohl letzte in Québec. 😉

So viel für heute – mehr gibts dann morgen 🙂

Bleibt heiter und so weiter!
Martin

Bienvenue!

Bonjour zusammen!

Ja, da bin ich nun – gestrandet in Kanada 🙂

Der ganze Flug war eigentlich ganz entspannt – von München ging es nach Frankfurt, von dort aus weiter über Toronto nach Montreal.

Naja – einige Pannen gab es natürlich – wie sollte es auch anders sein 😉 In München habe ich es erst Mal geschafft, mein Gepäck nur bis Frankfurt einzuchecken und nicht direkt bis Montreal. Also hieß es in Frankfurt noch ein Mal Koffer holen und neu einchecken.

Wobei – so schlimm war das eigentlich garnicht, denn so bin ich auch in den Genuss eines Caramel-Bonbons gekommen, dass mir die nette Dame am CheckIn-Schalter gegben hat. 😉

Der Flug Frankfurt-Toronto war kein großes Abenteuer – klar – immerhin sitzt man da geschlagene 8 Stunden in einer Sardinendose und wartet auf die Landung 🙂 Erwähnenswert ist wohl aber, dass das Essen durchaus akueptabel war – zum Mittagessen gab es Geschentzeltes vom Rind, zum Abendessen vegetarische Pizza – die war echt lecker…

Das eigentliche große Abenteuer begann eigentlich erst in Toronto, wo wir in 3 Gruppen aufgeteilt wurden, die dann weiterfliegen sollten (alle nach Montreal). Die erste Gruppe um 18:00 Uhr, die zweite um 18:30 und die letzte um 19:00 Uhr. Ich war mit in der zweiten, also der 18:30-Gruppe.

So weit eigentlich nichts besonderes, Jugendliche von 16/17 Jahren sollten es eigentlich hinbekommen, alleine zum Gate zu finden und loszufliegen.

Ja, dass konnten auch die meisten mehr oder weniger ohne Probleme (eine Teilnehmerin hatte kein Visum, bei anderen hat das Gepäck gefehlt…), nur aus „meinem“ 18:30 Flug wurde letztendlich ein 21:00 Uhr-Flug…

Klingt komisch – ist aber so. Und warum dass so ist, dass erzähle ich euch jetzt 😉

Wir beeilen uns extra, damit wir so schnell wie möglich zum Gate kommen und auch als erste einsteigen dürfen – 17:55 war geplantes Boarding. Aber: Pustekuchen – Flug wir auch 19:00 Uhr verschoben. Warum? Naja, sowohl Crew als auch Pilot sind noch nicht gelandet – dumm gelaufen.

Also wird weitergewartet. Die Zeit vergeht, die Crew kommt immernoch nicht. Der Flug wird noch ein Mal verschoben – auf 19:15, 19:30, 19:50.

Und tatsächlich – gegen 19:50 sitzen alle im Flugzeug und es scheint, dass es nun endlich losgeht… Wie sehr haben wir uns da geirrt 😉

Erst gegen 20:15 stellte sich die Maschine in die Schlange der Flugzeuge an, die abfligen wollen und wirklich abgeflogen sind wir erst gegen 21:00 Uhr.

Nachdem dieses Abenteuer auch überstanden war, ging es eigentlich recht reibungslos weiter… Der Flug von ca. 1 Stunde verlief ohne Zwischenfälle und alle sind wohlbehalten angekommen und wurden dann von ihren temporären Gastfamilien in Empfang genommen…

Aber sind wirklich alle wohlbehalten angekommen?

Ähm… Nein, nicht wirklich… Der Koffer von Philipp, einem weiteren Austauschschüler, der mit bei mir in der temporären Gastfamilie wohnt, hat seine Koffer nicht bekommen. Wo die sind? Tja – das weiß niemand so genau – entweder in Frankfurt oder Toronto – genaueres wird sich erst noch herausstellen…

Heute gibt es kein Language-Camp, denn wir sind alle erst so gegen 00:00 ins Bett gefallen, daher ist heute erst Mal relaxen angesagt… Moprgen gehts dann erst richtig rund 😉

Achja – wer ist meine Gastfamilie eigentlich?

Meine Gastfamilie besteht aus einem alleine lebenden Mann, der Lehrer ist (für „Science“, also Biologie, Chemie, Physik und so Sachen). Desweiteren ist er auch im Camp ein Lehrer. Ein wirklich netter Kerl 🙂 (trotz Lehrer-seins) 😉

Und noch was: Wenn ich auf ein Mal von den Kanadischen-Behörde gekidnappt werden sollte – macht euch keine Sorgen: Ich habe in der Immigration-Halle ein Foto gemacht, obwohl dass dort eigentlich verboten ist. Tja – zu dumm, dass ich den Aufkleber erst nach dem sehr netten Hinweis von einer Immigration-Tante gesehen habe („Hey! You! No photos in here!“ *schäum* *sabber* *hapsch* ;)).

OK – so viel für den Moment. Falls mich jemand erreichen möchte und/oder auf eine Antwort wartet, nehmt bitte zur Kenntniss, dass wir hier in Kanada Deutschland um 6 Stunden hinterherhinken… 😉

In diese Sinne:

Bleibt heiter und so weiter!
Martin

Got visa

Kaum zu glauben – aber ich habe nun tatsächlich mein Visa bekommen – „nur“ 6 Tage vor meinem Abflug…

Aber ich möchte ja nicht motzen – immerhin habe ich es nun endlich erhalten und damit eine der größten Sorgen verloren – dass ich nicht über die Grenze darf 🙂

Ansonsten ist nicht viel neues zu berichten: Unter anderem habe ich feststellen müssen, dass der Koffer/Trolley doch nicht so groß ist, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Also auf nach München und einen neuen gekauft 🙂 Dabei habe ich auch gleich noch einen Rasensprenger (diese komische Blume) sowie einen bayerischen Wandteller gekauft – ich möchte meine Gastfamilie ja nicht nur mit Schokolade und Gummibärchen mästen 😉

Auf der Fußgängerzone, am Jagdmuseum ist/war außerdem noch ein Kanadier, der sogar Granby kennt. Dieser nette Herr sitzt noch einige Tage vor dem Jagdmuseum und schnitzt Holzfiguren. Bei einem kleinen Plausch habe ich dann unter anderem erfahren, welche Warenhäuser zu meiden und welche zu empfehlen sind. Gut zu wissen. Des weiteren wurde mir noch ein Mal eingeschärft, dass die Winterkleidung aus Deutschlang so oder so zu dünn für Kanada ist… Also am besten garnicht erst mitnehmen sondern direkt dort kaufen…

So viel für heute… Der nächste Eintrag kommt bestimmt 😉

Still 12 days to go…

…und immernoch kein Visum!

Hallo und Willkommen im funkelnagelneuen Martin goes to Canada-Blog!

Sinn und Zweck dieses Blogs ist wohl nicht gerade schwer zu erraten – er soll mein Auslandsjahr in Kanada (genauer gesagt in Granby, einem Ort in Québec) dokumentieren. Dementsprechend werde ich mein bestes geben, hier in Zukunft regelmäßig (un)wissenswertes von mir hören zu lassen 😉

Ja – wie bereits in der Überschrift/der ersten Zeile angedeutet, sind es nur noch 12 Tage, bis zu meinem Abflug und ich habe bisher weder aus Québec noch aus Berlin mein Visum bekommen… Wenn das Mal nicht knapp wird…

Immerhin hat mich meine Reise-Organisation (team! Sprachen und Reisen GmbH) heute informiert, dass in Québec mein CAQ bearbeitet wurde, und mir nun innerhalb der nächsten Tage per Post zugehen müsste… Warum habe ich nur so das Gefühl, dass der Brief mit dem CAQ genau einen Tag später eintrifft, nachdem ich schon abgeflogen bin? 😉

Morgen, also am Samstag wird meine „Abschiedsparty“ stattfinden. Wer mich kennt weiß, dass die Anführungsstriche bei Party durchaus berechtigt sind 😉

Stay tuned 🙂

Martin's "I'm-a-year-in-Canada"-Blog