Verbrennungen

Heute war eigentlich Erholung und Ruhe angesagt – genau das gegenteil ist eingetreten…

Mein kleinerer Gastbruder, Raouf, hat sich in der Mikrowelle eine Suppe heiß gemacht (5:00 Minuten) und sich diese dann vor dem Fernsehr über den Unterleib gekippt.

Nachdem er erst Mal unter die Dusche gekommen ist (abkühlen der Verbrennungen mit kaltem Wasser) hat Jairo – der Untermieter – die Wunden begutachtet und nur gelacht („Das geht schon wieder weg – stell dich nicht so an!“).

Naja – ich selber fand die Sache doch nicht so harmlos und bin erst Mal losgeradelt um eine Brandsalbe zu kaufen – mit dem Fahrrad, da er es nicht wirklich für notwendig erachtet hat, mich zu fahren…

Die Mutter war leider nicht sofort in der Arbeit zu erreichen – sie ist dann aber doch so schnell wie möglich gekommen, nachdem ich sie erreicht habe.

Ihre Ansage war schon deutlicher: Sofort ins Krankenhaus.

Jairo ist immernoch der Meinung, dass das nicht so schlimm ist…

Das lokale Krankenhaus überweißt Raouf an ein Spezialkrankenhaus für Verbrennungen in Montreal, da er Verbrennungen zweiten Grades hat…

Ob die Verbrennungen alle wieder reversibel sind, weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Jairo ist alleine aus dem Krankenhaus zurückgekommen, da die Gastmutter die Nacht erst Mal bei Raouf bleiben möchte. Das Krankenhaus wird ihn wohl erst Mal für einige Tage dabehalten.

Welcher Meinung er immernoch ist, brauche ich wohl nicht zu sagen… *tilt*

Hmm… Morgen weiß ich vielleicht mehr – aber eins weiß ich jetzt schon: Das wird massig Stress zwischen Jairo und der Gastmutter geben – die Chemie zwischen den beiden ist eh‘ in letzter Zeit nicht so toll… Und noch was weiß ich: Das es eine rießen Schweinerei ist, dass wenn er schon keine Ahnung hat, sich weigert Hilfe zu holt, sondern erst Mal in Ruhe sein Auto wäscht…

Selbst ich, der keinen Erste Hilfe-Kurs hat, konnte erkennen, dass die Verbrennungen alles andere als wischi-waschi sind…

OK – ich denke, ich habe meine Meinung nun ausgiebig kundgetan… Dabei solls jetzt auch erst Mal bleiben…

Ansonsten ist heute nichts mehr passiert – außer dass Home-Depot (so eine Art OBI) etliche Sachen geliefert hat, die ich dann zusammen mit Chafik in den Keller schleppen durfte.

So weit – so gut (?)

Bis morgen!

Friday – not Frei-Day ;-)

Heute war – wider Erwarten 😉 – Untericht.

Damit hatte ich auch meine erste Physik-Stunde. Wirklich was gemacht haben wir da nicht – die Lehrerin hatte jedoch zu Beginn schon gleich festgestellt:

  1. Keine grafischen Taschenrechner! Warum? Da können Formeln drinnen gespeichert sein. Wer trotzdem einen grafischen Verwendet wird tot gemacht.
  2. Nicht kippeln! Wenn man nach hinten umfällt ist man tot (gemacht worden ;)).
  3. Keine Schultaschen! Wenn da was metallenes an die Steckdosen kommt (die am Boden sind), und jemand dann die Tasche anfasst, ist er tot.
  4. (An ein Mädchen gewannt, dessen Handy auffällig laut vibrierte) Keine vibrierende Gegenstände im Unterricht! Und damit sind nicht nur Handys sondern auch diverse andere Gegenstände gemeint. Wer mit einem solchen Gegenstand erwischt wird, wird tot gemacht.

Soweit ihre Verhaltensregeln… Wer sie nicht beachtet, der wird – genau! – tot gemacht 🙂

Die Sportstunde (hier éducation phsyique genannt) war eigenlich eher eine éducation écoutant, denn der Lehrer hat uns alle möglichen Sachen erzählt… Unter anderem auch so böse Sachen, wie etwa, dass wir im Winter bei -40°C im freien Fußball spielen werden und noch so andere Sachen… *brr* Ich wusste es ja schon immer: Diese Québecois sind doch alle verrückt 😉

Ansonsten hatte ich heute noch Französisch, da werden wir den Roman „Von Menschen und Mäusen“ lesen – latürnich auf Französisch… Das kann heiter werden 😉

Den Abschluss bildete die Englisch-Stunde… Hierzu gibt es nicht viel zu sagen – einfach nur fun 🙂 Hoch lebe das Duct-Tape! (Duct Tape = Gaffa-Tape).

Und was es mit dieser komischen Aussage auf sich hat, klären wir (vielleicht) morgen. 😉

Aber wo ich schon Mal dabei bin… Nachdem Antonietta es in einer Mail noch Mal angesprochen hat, will ich es auch hier noch Mal erwähnen… Der sog. Dress-Code, also die Kleiderordnung, wird nicht wirklich eingehalten… Von T-Shirts mit recht eindeutigen Aussagen bis hin zu Miniröcken, die eigentlich eher als Gürtel durchgehen würden (danke für diese Inspiration, Anton ;)), gibt es da eigentlich alles…

So weit – so blubb 🙂

€dit: Man beachte die Uhrzeit… DAS ist doch Mal timing… und ohne, dass ich geschummelt habe 🙂

Free Day before Friday

Ja – heute war mein freier Tag… Was haben wir denn da so alles gemacht?

Also zum einen sind wir einkaufen gefahren und haben all die Schulsachen besorgt, die nötig sind, damit man nicht gleich im Untericht eins auf den Deckel bekommt…

Damit ist eigentlich auch ein großteil der Zeit draufgegangen…

Einen beachtlichen Teil der übrig gebliebenen Zeit habe ich in Überzeugungsarbeit meiner Gastmutter gesteckt, dass ich hier den Führerschein machen darf…

Der Stand ist bisher so, dass ich ihn wahrscheinlich machen darf, sie informiert sich aber noch wegen Versicherung usw… Ich werde morgen auch Mal meinen Englischlehrer fragen – der weiß da bestimmt auch einiges, was interessant sein könnte…

So weit – so gut… Sonst gibt es für heute nichts neues zu berichten…

Day 1 is NOW

Hallo zusammen!

Ab heute beginnt in gewissem Sinne eine neue Zeitrechnung – heute war mein erster Schultag (Französisch, Mathematik, Englisch, Journalismus).

Im großen und ganzen kann ich eigentlich ein positives Fazit ziehen – auch wenn ich einige Mecker-Punkte habe 😉 Da dies ja auch eine Art Erfahrungsblog für all‘ die da draußen rumschwirrenden Zukunfts-Austauschis sein soll, will ich sie euch nicht vorenthalten 😉

Here we go 😉

Journalismus fand ich bisher von der Presentation her am ernüchterndsten – die Lehrerin hat allgemein sehr leise genuschelt (etwas, was man hier sehr oft bei den Leuten findet) und überhaupt war irgendwie nicht so ganz eine Begeisterung von ihrer Seite zu vernehmen… OK – kann sein, dass ich mich da jetzt täusche – immerhin ist auch ein Besuch bei einem Radio- und Fernsehsender (Radio Canada) geplant – aber das werde ich jetzt innerhalb der nächsten Wochen ja mitbekommen…

Vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich in der letzten Stunde eigentlich nur die Toilette aufsuchen wollte – womit ich auch schon beim nächsten Punkt wäre: Die Kantine.

Das Essen soll ja ganz gut sein – für den heutigen Tag kann ich allenfalls ein Mittelmäßig vergeben… Die Lasagne (oder so was ähnliches ;)) war eigentlich recht „cool“ (wörtlich zu nehmen) und die Suppe so lala (wobei da auch einiges drinnen geschwommen ist – wer weiß wohl was ;)). Das beste am ganzen Essen war eindeutig der dazugekaufte Fruchtbecher für 1.50 CAN$ 🙂

Das wars von der Meckerseite auch schon – kommen wir zum hervorstechenden 😉

Hier eindeutig: Der Englischunterricht! Ich kann und werde zwar jetzt nicht alle Einzelheiten hier wiedergeben, aber dieser Lehrer (Wolfgang Prigge) hat’s einfach drauf 🙂 [Für alle WHG’ler: So eine Art Heinrich mit leichtem Bader-Aszendent und Neigung zu Kosiol – und schon haben wir ein neues Sternzeichen ;)]

Nein, im Ernst: Sein Unterricht ist betont locker gehalten und von Witzen durchzogen – man muss nur richtig zuhören… Die Selbstbeschreibung überlasse ich ihm am besten selbst 😉

Wolfgang Prigge: „I am the teacher from hell!“

Um noch Mal auf die Toiletten zurück zu kommen: Die sind sehr, sehr gepflegt und in keinster Weise mit den Mief-Kästen des WHGs zu vergleichen – hier können sogar die Türen offen stehen bleiben, ohne das vorbeigehende Passanten damit rechnen müssen, an einer Vergiftung (egal welcher Art) zu verenden.
Auch (positiv) auffallend: Die Art, wie mit dem Thema Aids und Verhütung umgegangen wird: Plakate und Infoflyer liegen in der Schule aus und Kondom-Automaten hängen in den (Jungen-)Klos (Wie es in den Mädchenklos aussieht konnte und wollte ich beim besten Willen nicht evaluieren [dolles Wort, ne? ;)]).

OK – so viel für heute… Morgen auf Grund des Busfahrerstreikes erst Mal kein Unterricht…

Stay tuned!

Stundenplan 2

Heute war ich also in der Schule und habe meinen neuen Stundenplan abgeholt, der sich nur unwesentlich von meinem alten unterscheidet.

Bei dieser Gelegenheit, hat mir Wolfgang Prigge – mein Englischleherer – auch gleich noch einige andere Lehrer vorgestellt, die ich haben werde…

Zur Schule bin ich übrigens zu Fuß gelaufen (one way: ~50 Minuten), da ich festgestellt hatte, dass wir hier kein Fahrradschloss besitzten – und dass sie das Fahrrad klauen… Nein, dass muss jetzt echt nicht sein…

Schule beginnt übrigens Morgen – übermorgen ist aber auf Grund des Streikes der Busfahrer kein Unterricht… überübermorgen (ergo in 2 Tagen ;)) ist wieder normaler Untericht…

OK – so viel für den Moment… Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, außer dass die Scotiabank die Dichte der Geldautomaten etwas steigern sollte… Oder alternativ die Deutsche Bank eine andere Partnerbank mit mehr Geldautomaten braucht 😉

Nothing to talk of…

Wie der Titel schon andeutet, ist heute nichts besonderes passiert…

Zur schule bin ich auch nicht gefahren – dies lag ausnahmsweise nicht an meiner bequemlichkeit, sondern schlicht und einfach daran, dass niemand (auch ich nicht) den Sattel vom Fahrrad hochbekommen hat… Naja, und als Jairo (Mr. Untermieter) da war und ihn hochgestellt hat, wars auch schon zu spät…

Naja – macht nichts – dann fahr ich halt morgen 🙂

Ansonsten haben wir uns heute abend noch eine DVD (Coach Carter) ausgeliehen – netter Film…

Tja – ansonsten bliebe nur noch zu erwähnen, dass Uti ihr Unwesen getrieben hat :)) 😉

So long…

€dit @ 23:54: Hmm… ich habe gerade dieses tolle Online-Quiz gefunden, in dem man herausfinden kann, was man alles (nicht?) bei der Führerscheinprüfung beim Multiple-Choice-Test weiß… Also ich hatte jetzt 90% – ich denke, ich dürfte bei einer eventuellen Prüfung keine Probleme haben 😉

ASSE-Treff 1

Hallo!

Schon gemerkt? Gestern habe ich nix geschrieben? 😉 Warum? Ganz einfach:

Gestern war das erste Treffen, für alle ASSE-Austauschis, die von Dominique Breton betreut werden. Dieses Treffen in ihrem Haus war wirklich lustig – immerhin haben wir Camp’ler uns ja schon seit über einer Woche nicht mehr gesehen – eine ewig lange Zeit, oder? 😉

So lustig es auch gestern war – so wirklich zu erzählen gibt es nichts für das Treffen – größtenteils ist man dann doch nur zusammengesessen und hat sich über alles mögliche und unmögliche unterhalten 🙂

Weil es dann doch etwas später geworden ist und der Untermieter meiner Gastmutter schon meine anderen beiden Gastbrüder heimgefahren hat, habe ich dann zusammen mit Philipp Morgenstern bei Dominique übernachtet. Wer Philipp ist? Na – einer von den beiden, die mit mir zusammen bei Éric gewohnt haben – man kannte sich also schon was das „in einem Zimmer schlafen“ angeht 😉

Achja – eine Feststellung haben irgendwie fast alle gemacht, die Schulsachen kaufen waren: Anscheinend gibt es hier kein kariertes Blockpapier… Irgendwie ist überall nur liniertes zu finden… Ob das jetzt nur ein Zufall ist oder es echt kein kariertes Papier gibt, wird sich dann ja bald herausstellen… Zum linierten Papier ist auch jeden Fall zu sagen, dass es viel enger liniert ist – also mehr aufm Papier fürs selbe Geld 😉

Ansonsten war es heute relativ ruhig – jedoch gab es einen kleinen Streit zwischen meiner Gastmutter und dem älternen Bruder (ja, der mit den überragenden Essmanieren), weil sie ihn gebeten hatte, nicht den Deckenventilator (neu, ca. CAN$ 300) mit einer zusammengerollten Zeitung anzuhalten (Motorschaden und so…). Hat ihm wohl etwas auf den Magen geschlagen – er hat nicht mehr reagiert, wenn man ihn angesprochen hat, hat seiner Mutter trotz mehrmaliger Bitte keinen Saft eingeschenkt und hat sogar seinen geliebten Hamburger liegen lassen – so wat 🙂

Ansonsten wie gesagt, nix neues – außer dass sich hier keiner so richtig sicher ist, wann denn nun die Schule losgeht – nicht Mal die Zeitung. Die einen reden vom normalen Schulanfang am 31.08.2005 – die anderen vom 01.09.2005, weil die Lehrer am ersten Schultag gegen zu große Schulklassen streiken – hmm… We’ll see… Da meine Gastmutter morgen eh‘ arbeiten muss, werde ich viel Zeit haben, mit dem Fahrrad rauszufahren – da werde ich wohl der Schule auch noch einen Besuch abstatten.

An dieser Stelle noch Mal *winke-winke* an Uti, Michi und Susi und alle anderen in Deutschland, die sich hier in den Comments austoben 🙂

Martin

Es gibt die ersten Kanada-Bilder online! Have a look @ http://gallery.pc-coholic.de/ (letzte Gallerie auf der Seite)

Extrem Stundenplaning

Hallöchen!

Heute ging es schon früh aus den Federn, dann ich hatte um 9:30 Uhr einen Termin in der Schule. Dabei habe ich einen Ausdruck meiner Schülerkartei sowie meinen Stundenplan bekommen. Diesem kann man entnehmen, dass ich als Optionen Journalismus und Physik bekommen habe – supi 🙂

Bei einem Rundgang durch die Schule habe ich außerdem noch meinen Englischlehrer getroffen. Das ist genau jener, mit dem ich schon Kontakt per eMail hatte – also der, der aus Deutschland kommt. Der ist echt super und mir auch auf anhieb sympatisch (Klar: Hat ein iBook auf dem Tisch und einen iMac im Schrank sowie meinen Humor – das passt :)).

Außerdem wurde ich auch gleich schon Mal ein einen höheren Kurs eingeteilt – der Englischlehrer hat mich gleich Mal in eine andere Klasse gesteckt 😉

Danach ging es ins Schwimmbad, wo wir uns alle schön in den Wasserrutschen austoben durften. Das habe ich auch gründlich in Anspruch gekommen – Eintritt war ja auch immerhin CAN$ 28.00. 😉 Aber ich habe dieses Mal besser aufgepasst und mich eingecremt, dadurch habe ich wohl einen Sonnenbrand verhindert – zumindest tuts noch nicht weh 😉

Ansonst gibts wohl nichts neues – wir werden uns wohl jetzt einen Film holen und reinziehen 🙂

A demain 🙂

Martin

P.S.: Dem größerem Bruder, Chafik, sollte man Mal einen Kurs im „Ich-esse-mit-geschlossenem-Mund-und-mit-Besteck-ohne-zu-sabbern“-Kurs spendieren… Aber dies nur so am Rande 😉

Long Time nothin‘ heard…

Ja – mich gibt es noch – auch wenn ich schon lange nichts mehr von mir habe hören lassen. Dafür werde ich jetzt Mal eine kleine Zusammenfassung posten, was sich in der letzten Zeit so alles ereignet hat.

Aber zuerst schon Mal ein Danke an alle, die sich hier in diesem Blog austoben und fleißig Kommentare posten – Danke 🙂

Aber ich wollte ja erzählen, was so alles passiert ist…

Das Programm in Laval war jeden Tag eigentlich mit einem Höhepunkt (natürlich meine ich den Unterricht ;)) gespickt. So zum Beispiel ein Besuch in einem Naturpark (eigentlich eher ein breiter Fluss mit vielen Inseln der unter Naturschutz steht) in dem wir eine Kanu-Tour gemacht haben (will heißen, unsere Nachmittagsgruppen sind gegeneinander angetreten. Aufgabe: Möglichst viele Inseln abklappern und dort die Checkpoints finden und eine Frage beantworten.)

Alles in allem eine sehr nasse Angelegenheit – wenn man das „Glück“ hatte auf Eric zu treffen, dem auch das dreckigste Schlammwasser noch sauber genug war um uns alle damit vollzuspritzen 😉

Wir sind mit unserem Gruppe übrigens 2 geworden – von hinten 😉 Aber trotzdem ein rießen Spaß 🙂

Weiter ging es im Programm mit einem Besuch in einem Aquapark – also so eine Art Alpamare (rießiges Schwimmbad) unter freiem Himmel mit sehr vielen Wasserrutschen. Hier hatte eigentlich jeder seinen Spaß – und ich hinterher einen fetten Sonnenbrand incl. Blasenbildung (mittlerweile ist er wieder verheilt und es schält sich nur noch meine Haut…). Für alle, die auch Mal in diesem Aquapark wollen, habe ich zwei gute Tipps: 1.) Sonnencreme 2.) Der Tornado.

Der Tornado ist dort eine Wassserrutsche, die ein Stück freien Fall hat. Danach geht es in einen Trichter, dessen Wände man immer hin und her rutscht. Diese Rutsche noch mit drei anderen Mädchen gerutscht (man muss immer in 4er Ringen rutschen), die sich alle geradezu drum reißen, rückwärts rutschen zu dürfen (ne, Renée? ;)), hat man seinen Spaß des Lebens 😉

Weiter im Programm: Arbre en Arbre: Klingt komisch, ist es auch 😉 Es handelt sich hierbei um einen Kletterpark, der in einem Wald angelegt wurde. Will heißen, dass dort auf den Bäumen in schwindelerregender Höhe Platformen aufgebaut wurden, zu denen man hin muss. Mal durch Balancieren auf einem Seil, Mal mehr „Erferkelexpress“ (eine Seilwinde, mit der man hinrutscht). Dieses Event war eigentlich der Höhepunkt des ganzen Camps, auch wenn man sagen muss, dass 3 Stunden eindeutig zu wenig waren, wenn man mehr als 1 Parcour machen möchte…

Ein letzter Park war La Ronde, ein Vergnügungspark in Montreal mit allem, was sich ein Freizeitparkbesucher wünscht: Achterbahnen noch und nöcher. Auch hier hatten eigentlich alle ihren Spaß – einige hatten sogar so viel Spaß, dass sie danach wahrscheinlich eine kleine Grippe hatten (es gab doch tatsächlich so verrückte Hühner, die 5 Mal eine Wildwasserbahn gerutscht sind, wo man *sehr* nass wird – und das an einem Tag, wo keine Sonne scheint, sondern es regnet… ;)).

Zwischendrin gab es noch einen Besuch direkt in Montreal incl. Möglichkeit zum Shopping. Montreal ist wirklich eine sehr schöne Stadt – auch wenn wir eigentlich nur 2 Querstrassen gesehen hatten (unser „Auslaufgebiet“ war eingeschränkt, damit wir nicht verloren gehen….). Aber das was wir gesehen haben, war sehr schön. Vielleicht sollte man den folgenden Camp-Schülern etwas mehr Zeit einräumen…

Zwischen all diesen Stationen ging es auch regelmäßig an den Strand, wo Spiele von sinnvoll bis sinnlos gemacht wurden… Unter anderem Volleyball mit Wasserbomben (die Philipp und ich in der Nacht zuvor abgefüllt hatten). Dieses Spiel fällt eindeutig unter die Rubrik extrem sinnlos, dafür extrem Spaßig 😉

Am letzten Tag in Laval gab es dann noch ein kleines Barbecue mit Bruger und Maiskolben und allem was dazugehört. Dabei wurden unter anderem auch die Preise verteilt, die sich alle im Zuge ihrer Nachmittagsaktivitäten verdient hatten. „Meine“ Familie wurde dabei sogar 3er 🙂 Super oder? 😉 (Ok, es gab 3 x 3er Platz, 2 x 2er Platz und 2 x 1er Platz – aber das macht ja nix ;))

Damit war dann auch der Abschied von Eric und Josée und natürlich auch den ganzen anderen Teilnehmern des Camps angesagt. Leider. Aber auf Grund von Adresstausch darf doch gehofft werden, dass der Kontakt zumindest per eMail erhalten bleibt – wenn man sich schon nicht mehr sieht…

So – und nun? Nun bin ich bei meiner richtigen Gastfamilie. Die ersten Besorgungen sind schon gemacht und so ein original Drehschloss habe ich auch schon. Ebenso habe ich alle Kurse für die Schule gewählt – innerhalb der nächsten Tage bekomme ich dann bescheid gesagt, welche Kurse ich wann habe…

OK – so viel für den Moment – ich denke ich werde von nun ab wieder regelmäßiger schreiben können – stay tuned!

So long… Bleibt heiter und so weiter!
Martin

Soupé

Hallo zusammen!

Aus Zeitgründen konnte ich gestern leider nichts schreiben, aber kein Problem – ich werde dafür erst ein Mal mit dem gestrigen Tage beginnen…

Gestern, also Samstag, war erwartungsgemäß kein Unterricht. Dafür hat Air Canada sich bequemt, die verlorengegangenen Koffer von Philipp endlich zu liefern. Nach diesem wenig spektakulären Ereigniss ging es später dann zum Radfahren – inkl. Laura und ihrer Gastmutter. Die Strecke von ca. 20 KM war wirklich sehr schön, da sie zu einem großen Teil um einen See herumgeführt hat, an dem einiges zu sehen war (also jetzt Naturmäßig…). Umgedreht haben wir dann, als wir auf Höhe der Schule waren.

Das eigentliche Event war dann aber erst am Abend, als wir alle (die „Radler“) uns zum Abendessen (zum „soupé“) getroffen haben. Nach einem ausgiebigen Essen haben wir dann Mensch ärgere dich nicht gespielt. Soweit eigentlich nichts besonderes, da man dies ja auch des öfteren in Deutschland spielt. Jedoch gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied: Es wird nicht mit Würfeln gespielt, sondern mit Karten, wobei einige Karten auch Sonderpositionen einnehmen (so muss man zum Beispiel mit einer 4, 4 Schritte zurückgehen…). Allen in allem ein sehr lustiger Abend 🙂

Heute gibt es aber auch einiges zu vermelden: Nachdem wir uns heute am Sonntag Mal eine längere Nachruhe gegönnt hatten (so bis 11:00 Uhr), fuhren wir in eine benachbarte Stadt um uns dort im wohl größten Einkaufszentrum der Stadt auszutoben… Wo Philipp und ich innerhalb von 1 Stunde fertig waren (für mich ein Short und für ihn eine CD kaufen), mussten wir für die Shoppingsüchtigen (Wir wollen ja keine Namen nenne, gell Laura? ;)) noch eine Extrastunde an die vereinbarten 2 Stunden shopping dranhängen… 🙂 Trotzdem ganz lustig 🙂

Am Abend waren wir dann bei einer Lehrerin (Chantalle) zum Soupé eingeladen. Es gab lecker Pizza und Kuchen. Gekommen sind auch noch einige andere Austausch’ler – also unseren Spaß hatten wir auch jeden Fall… 🙂

Damit wäre ich für heute auch schon wieder am Ende – schließlich muss ich obenstehenden Text noch übersetzen und morgen als Hausaufgabe abgeben… Achja – und aufstehen muss ich morgen auch noch 😉

In diesem Sinne:
Bleibt heiter und so weiter!
Martin

Martin's "I'm-a-year-in-Canada"-Blog