Vor der Gala ist nach der Gala

So, gestern abend war dann also die langersehnte „Gala culturel et communautaire“. Doch am besten immer der Reihe nach…

Montag haben wir angefangen, das Auditorium zu dekorieren, Dienstag haben wir damit weitergemacht. Eigentlich sollte am Dienstag auch die Generalprobe stattfinden, die aber mangels von Licht und Ton (keine Mikros da, Lehrer schon daheim) ziemlich in die Hose gegangen ist.

Listte hat es dann aber doch geschafft, Bernard D’Anjou (den Lehrer von „techniques de scène“) noch ein Mal zur Schule zu zitieren. Er war übrigens, genauso wie Lisette mit dem Licht garnicht einverstanden.

Nach viel hin und her, hat Bernard dann mir auch als enizigstem ein neues ClearComm-Terminal gegeben, die anderen durften nur die alten haben… Ich meine, dass kann ich irgendwo schon verstehen, dass er die neuen nicht rausgeben möchte… Von 5 ClarComm’s, hat es die Technik doch tatsächlich geschafft 2 kaputt zu machen… Dazu kommen dann noch etliche Mikros, Scheinwerfer, etc. pp.

Allerdings, aus einem mir unersichtlichen Grund, hat Bernard kein weiteres, neues ClearComm für Lisette herausgerückt… Somit war die komplette BackStage von jeglicher Kommunikation abgeschnitten…

Nun, was soll ich sagen… Keine Generalprobe, kein Lichtkonzept, kein Tonkonzept, keine ClearComms… Die Gala war ein einzigstes Desaster (technisch gesehen). Was meine Projektion angeht, so habe ich einiger Zei darauf verzicht die Namen der Nominierten und der Gewinner einzublenen, da die Moderatoren die Namen nach gutdünken einfach durcheinandergeworfen vorgelesen haben…

Aber, um euch die größte Panne nicht vorzuenthalten… Musik (von meinem Laptop) geht an, Licht wird einfach hochgeblendet (sollte aber eigentlich eher ein Lichtspiel sein), und man höhrt außer der Musik nichts… Eigentlich sollte man aber noch eine Stimme aus dem Off hören – hat man aber nicht. Mikro war aus… Und als es dann endlich an war, war’s auch schon zu spät…

Letzter Punkt, wo ich noch drüber motze: Die Fotografin, die wir hatten – ein Mädl von der Bühnentechnik… Sitzt irgendwo in der Mitte des Auditoriums und macht von dort aus sitzend Fotos von den Gewinnern… Das diese Fotos nichts geworden sind, muss ich ja wohl nicht extra erwähnen…

Kommen wir nun zum erfreulichen Teil des Abends: Ich habe, wie vorausgesehen, einen Preis in Journalismus und „animation de la vie scolaire“ bekommen. Als ich aber mit der ganze Truppe der animation auf der Bühne stand und alle ihre Preise hatten, fing Lisette auf ein Mal an, noch einen Text zu lesen… In diesem Fall war er über mich…
Ich kann mich nicht mehr an den kompletten Wortlaut erinnern, aber es war so in der Richtung: „Er kam eines Tages an mein Büro und wollte eine Information haben… Und ich verstand ihn nicht… Er kam immer wieder Mal… Und ich habe ihn nicht verstanden. Dann habe ich ihn eingeladen, dass er doch zur animation de la vie scolaire kommt und bei uns mitmacht. Seitdem ist er jeden Mittag bei uns anzufinden und hat viel für die Schule gemacht, [noch weitere lobhudelein…]… […] Aber jetzt, verstehen wir ihn.“
Mit diesen Worten hat sie mir dann ein kleines Säckchen mit einer Dose Ahornsirup gereicht… Auf der Unterseite der Dose ist aber eine kleine rote Plakette mit silberner Gravur: „Merci Martin école J.H.Leclerc 2005/2006 Granby Lisette Hébert“. 🙂

Die anderen Preise waren natührlich jeweils ein „Certificat de distinction“ inkl. Schulsiegel, ein 10$-Gutschein für die Galleries de Granby, ein 20$-Gutschein für Canadien-Tire, ein Bauchbeutel (diese Dinger halt, die man sich um den Bauch schnallt und Geld, etc. pp. inne tun kann) von Desjardins sowie ein sehr schöner Kugelschreiber von Desjardins.

Im Anschluss an die kleine Rede von Lisette habe ich mich dann spontan dazu hinreisen lassen, einige Minuten auf der Bühne zu reden – Lacher waren im Publikum genug zu hören 🙂

Weitere Lacher waren mir garantiert, als ich am Anfang des Spektakels als der „maitre du jeu“ vorgestellt wurde, der die Macht der Fernbedienung besitzt. Damit kann ich die beiden Moderatoren die Sprache wechseln lassen… Und, ich habe sie auf Deutsch angeschanautzt, dass sie doch endlich Mal anfangen sollen. Ich dachte eigentlich nicht, dass mich jemand im Auditorium verstehen würde, aber falsch gedacht… Direkt neben meinem Technik-Verhau sass eine Dame aus dem Elsass (oder so…). Mit ihr habe ich mich dann einige Zeit unterhalten…
Wenn ihr jetzt nicht versteht, was an dem „maitre du jeu“ so lustig ist… Das ist normal, dass ich das nicht versteht… Das ist lediglich eine Veräppelung einer Fernsehsendung namens „Loftstory“ (einfach Mal die Suchfunktion meines Blogs bemühen für weitere Informationen)…

Zu guter letzt gab es dann noch eine Überraschung – für Lisette… Wir vom comité de la vie scolaire haben ihr einen grossen Blumenstraus gekauft, welchen wir ihr auf der Bühne überreicht haben. 🙂

Aber um noch Mal schnell auf die ClearComms zurück zu kommen… Die ClearComms wurden hier von der Technik zu Quatsch labern genauso missbraucht, wie die Walkie-Talkies bei uns in Deutschland von der WHG-Technik…
Abgesehen von Mitteilungen des Licht-Menschens wie: „Wow! Die hat aber einen kurzen Rock!“ wurden auch Diskussionen über die Musik, die Texte auf der Bühne sonst so einiges abgelassen…
Allerdings hoffe ich, dass sich im Team von Techniques de Scènes noch ein anderer mit meinem (Vor-)Namen findet… Warum das? Nun, wenn dem nicht so ist, bin ich etwas leicht irritiert 😉 Auch das versteht ihr nicht… Macht nix – erklär‘ ich euch 😉
Einige Minuten vor Beginn der Show, wo sich schon alle Techniker auf ihre Posten begeben haben und ihr ClearComm aufgesetzt haben, wurde schon etwas geschwätzt… Unter anderem berichtete da ein Mädchen, dass sie „pendant la préparation, j’ai cruisé Martin“ hat (Benützt gefälligst ein Wörterbuch, wenn ihr das net versteht ;)). Daher denke ich Mal, das eher noch ein anderer Martin im Bühnentechnik-Team ist 😉 Falls dem nämlich nicht so wäre, habe ich andersrum ein kleines Problem: ich weiss ja nicht Mal, wer da ins ClearComm gesülzt hat 😉

So, ich denke, dass ist für den Moment genug… Die Gala ist vorbei, das Auditorium sieht wieder so aus wie Eh‘ und Jeh‘, und man kann sich wieder dem Alltag zuwenden… Lediglich einen Vorschlag, der mir gestern Abend mehrfach zugetragen wurde, werde ich nicht durchführen: Öfters im Anzug in die Schule kommen 😉

Edit 10.05.2006, 21:15 GMT-05:00 : Umlaute eingebaut

Ça fait chier!

Dritte Absage innerhalb einer Woche… Und nur weil der aktuelle Freund etwas zu „konservativ“ ist… *tischplatte-beiß*

The race goes on!

Bei der Gala wird’s wohl bei 2 Preisen bleiben (Animation de la vie scolaire + Journalismus)… Hab gerade die Liste mit allen Gewinnern gefunden – bei den beiden Grossen Preisen bin ich nicht zu finden… Suppa 🙁

Französisch-Examen des MEQ – Done!

Nun, was soll ich euch sagen? Das Französisch-Examen des Ministeriums (Ministère d’éducation du Québec bzw. Ministère d’éducations, sports et loisirs du Québec – kurz MEQ) ist vorbei!

Und ich muss sagen, dass ich eigentlich recht zufrieden mit dem Ergebnis bin. Die „Situation d’écriture“ war genau das, was ich mir gedacht habe (resp. was Francoise, eine Französisch-Lehrerin der Francisation, gedacht hatte): Ist die Art der Humanitären Hilfe, wie wir sie im Moment leisten in Ordnung.

Das Examen hat 3:15 Stunden gedauert, 15 Minuten konnten zusätzlich zum fertigstellen der Abschrift gegeben werden.

Auch nett fande ich, dass die Direktoren der Schule während des Examens eine Runde durch alle Klassenräume gemacht haben und frische Äpfel verteilt haben 🙂 So machen Examen gleich viel mehr Spaß 😉

Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich an einer Stelle doch ein wenig Panik bekommen habe… Martin Nadeau, der „Oberste der Klingonen der Französischlehrer“ (also Fachaufsicht, oder wie auch immer dass wohl auf Deutsch nennt), hat (wie angekündigt) die ganzen Blätter überprüft, auf denen wir unsere Notizen zum Thema gemacht hatten. Warum das? Nun, es gibt diverse Einschränken, was auf dem Blatt nicht sein darf – unter anderem darf man keinen zusammenhängenden Text drauf stehen haben. Im Durchschnitt hat er 30 Sekunden gebraucht um Vor- und Rückseite eines Blattes zu überprüfen, bei meinem Blatt hat er allerdings auf einer Seite gut und gerne 2 Minuten verweilt…
Am Ende hat er es mir dann aber wieder gegeben… Allerdings nicht ohne den Kommentar, dass ich beim nächsten Mal doch bitte etwas größer schreiben solle – er kann selbst mit Brille meine kleine Schrift kaum erkennen 😉 Na, wenn’s sonst nichts ist 🙂

Dem aufsehenden Lehrer bin ich wohl auch ins Auge gefallen… Ich war der einzigste in meiner Gruppe, der sich alle (Wörter-)Bücher selbst mitgebracht hat. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass das ein schöner Stapel ist, wenn ich mit einem petite Larousse, einem Larousse Dictionaire des Synonymes, einem Bescherelle – L’art de conjugaison sowie einem Wörterbuch Deutsch//Französisch dagesessen bin.
Selbstverständlich sind die ganzen Bücher schon relativ alt gewesen und sahen dementsprechend auch vom Cover her anders aus… So hatte der Larousse einfach nur einen roten Einband (Ausgabe 1998), das Wörterbuch der Synonyme ein weißes Papp-Cover und der Bescherelle war grün… (Interessant dabei ist aber, dass der Bescherelle hier nur grün zu kaufen ist, und auch eine hübsche Stange Geld mehr kostet…).

Aber zum es zusammenzufassen: Es ist gut gelaufen – denke ich zumindest… Mal sehen was das Ministerium dazu sagt 😉

Das einzigste was ich als kleines Problem ansehe ist die Regelung, dass ab 35 Fehlern der Text noch ein Mal korrigiert wird und die Fehler klassifiziert werden. Wenn dann die Fehler als grundlegende Fehler gewertet werden, heißt es -50% – also nicht bestanden (zum bestehen braucht’s mindestens 60%).

Marilou, das eine Mädchen, bei dem ich ja schon zwei Mal nach Schulausflügen geschlafen habe, war überhaupt nicht so glücklich mit ihrem Examen… Sie hat zwar den Entwurf geschrieben, allerdings nur die Einleitung sowie 1,5-Argumente ins reine schreiben können… Dass heißt dann wohl ziemlich dicker Punkte-Verlust… Eventuell auch, dass sie den Test nicht bestanden hat… Mal sehen, was da draus wird bei ihr… Immerhin hat sie ja ansonsten im Französisch-Unterricht 90% und mehr…

Aber wie gesagt: Jetzt ist das größte Examen erst Mal weg… 🙂

Ein Anzug muss her!

Im letzten Eintrag hatte ich es ja schon angekündigt: Ich war in Montréal bei Verena und habe mir auch einen Anzug für den Ball gekauft…

Um es vorneweg zu nehmen: Die Bilder von der ganzen Aktion, wie Verena Ballkleider anprobiert und letztendlich ein reichlich dämliches Foto von mir im Anzug finden sich in Gallery ab Seite 44.

Am Freitag bin ich direkt nach der Schule von jemandem aus dem Ball-Organisierungs-Kommite zum Terminus Granby gefahren, von wo ich dann den Bus nach Montréal genommen habe.

In Montréal hat mich dann Verena vom Terminus abgeholt. Eigentlich hätten wir dann direkt nach Hause fahren können, allerdings hatte Paula gemeint, dass sie auch in etwa zur selben Zeit wie ich ankommen müsste… Verena und ich sind allerdings beide aus unterschiedlichen Gründen schon Mal eine halbe Stunde zu spät angekommen, trotzdem haben wir noch eine halbe Stunde bis Stunde gewartet um dann uns zu entscheiden heim zu fahren. In der Metro klingelte dann das Handy von Verena – es war Paula, die uns mitteilte, was ich mir schon fast gedacht hatte: Sie ist schon am Donnerstag angekommen und sitzt jetzt schon bei ihrer ehemaligen Gastfamilie aus dem Vorbereitungscamp in Deux Montagnes…

Also wurde kurzerhand vereinbart, dass sie auch zu Verena nach Hause kommt – immerhin liegt Deux Montagnes ja nicht sooo weit von St.Eustache entfernt…

Irgendwann gegen 21:00 Uhr und 11,50$ für ein Taxi später waren Verena und ich dann auch bei ihr daheim und wenig später kam auch Paula an…

Was soll ich sagen… Wir haben dann bis um Mitternacht mit Paula geredet, dann wurde sie abgeholt, da ihr Flug in die USA (irgendeine ASSE-Rundreise) ziemlich früh am Samstag geht… Inklusive ihrem Geburtstags-Enterrich und dem Schokobrot von mir 😉

Kaum war sie weg, haben Verena und ich aber noch weitergequatscht… Allerdings nicht ganz so extrem wie damals bei Éric im Keller… Um 01:30 war dann Schluss und wir haben das Sofa in meine Schlafgelegenheit umgebaut. Somit darf ich mich jetzt auch zu dem Club der Leute zählen, die in dem selben Bett wie Renée geschlafen haben 😉 (Ja, die Bettlaken, etc. wurden inzwischen gewechselt ;))…

Samstag haben wir dann noch Philipp am Terminus abgeholt und sind dann losgezogen um für ihn und mich jeweils einen Anzug zu kaufen und Verena einige Ballkleider anprobieren zu lassen…

Das mit den Anzügen ging relativ schnell über die Bühne. So haben Philipp und ich nun unsere Anzüge bei Jaco Uomo gekauft, welche aus einem Hemd von J-Mart Clothing und einem Sakko von Massimo Moda Collezione. Und natührlich noch eine Kravatte (in meinem Falle von Enro Platinum)…

Die Ballkleider, die Verena ausprobiert hatte, waren da schon etwas schwieriger… Entweder waren sie zu klein oder um einiges zu groß… Und dann noch das Problem mit den Kleidern, die eine Oberweite von einem Laufsteg-Sternchen voraussetzen… Naja, reden wir nich‘ drüber 😉

Am Sonntag sind wir eigentlich alle daheim geblieben und Philipp und ich haben uns erst am Bus getroffen… Aber damit hatte ich eigentlich kein Problem, da die Sonne geschienen hat und das Thermometer 25°C anzeigte… Auch wenn Verena und ich die Zeit teilweise vor dem Piano im Keller verbracht haben, waren wir auch etwas draußen 🙂

Vielleicht abschließend noch eine kleine Geschichte, die sich zugetragen hatte… Verena meinte auf dem Weg nach Hause im Zug noch, dass ihre Gastmutter gemeint hatte, dass ich mir es aussuchen könnte, ob ich unten im Keller auf dem Sofa oder oben in Verena’s Zimmer auf der Luftmatraze schlafen möchte…
Als wir daheim ankommen meint die Mutter schon so, dass sie unten alles vorbereitet hat. Verena fragt mich auf französisch, ob ich denn unten oder oben schlafen will… Die Frage war noch garnicht richtig beendet, da kam von der Mutter schon die Antwort: „Er schläft unten!“…
Auch wenn diese Sache bei Verena anscheind für etwas Unverständnis gesorgt hat, so hätte mich es zumindest sehr stark gewundert, wenn die Mutter das zugelassen hätte, dass ich in ihrem Zimmer schlafe… (Jaja, ich bin ja sooo gefährlich 😉 :P)
Das Éric damals das zugelassen hatte, dass Verena unten bei Philipp und mir geschlafen hat, war ja auch nicht gerade absichtlich 😉

Aber es gab noch ganz andere Begebenheiten: So mussten wir feststellen, dass man nur mit einer Visa-Karte bei McDonals nicht weit kommt… Die akzeptieren sie nämlich nicht… (Resultat des gesammten Wochenendes für Metro- und Zugtickets: ca. 47$ Schulden).

Auch sollte man den Fahrplan des Zuges genau lesen: An Wochenenden fahren die nämlich nicht so oft… Dadurch resultierte dann, dass Verena und ich ca. 2 Stunden am Bahnhof auf den nächsten Anschluss haben warten müssen.
War bestimmt ein komisches Bild: zwei Austauschschüler sitzen im Bahnhof stundenlang auf einer Bank und unterhalten sich auf französisch… Und lesen die Packungsbeilage einer Neutrogena Hautcreme 😉 (mit Urea!)…

Am Sonntag waren Verena und ich für einige Zeit alleine zu Hause. Verena war gerade im Bad eine neue tiefreinigende Gesichtsseife (sic!) auszuprobieren, als das Telefon klingelte… Also geh‘ ich ran…

Bonjour! C’est la mère de Verena!
(Guten Tag! Hier spricht die Mutter von Verena!)

Meine Antwort darauf:

Guten Tag Frau Steub! Wenn Sie mit Verena sprechen möchten müssen sie noch etwas warten, da sie gerade im Badezimmer sich ihre Gesicht wäscht… [text, text, text] Nunja, ich bin ein anderer Austauschschüler, der bei ihr dieses Wochenende übernachtet hat…

Text sinngemäß niedergeschrieben… Nicht 100%ig der Original-Text…

Naja, was soll ich sagen… Auf diesen Wortschwall Halb-Bayrisch konnte man erst Mal eine Denkblase förmlich platzen hören 😉

Noch etwas, was mit dem Wochenende garnichts zu tun hatte: Am Freitag haben alle Schüler der secondaire 5 in Québec das Vorbereitungs-Heft für das große Französisch-Examen des Minesteriums bekommen… Großes Thema: Humanitäre Hilfe… Im laufe der nächsten Tag muss ich also alle Texte noch ein Mal lesen (ein Mal habe ich sie schon gelesen), mir Anmerkungen zu dem Text machen und mir ein Blatt mit allen Argumenten schreiben, auf die ich dann im Examen zurückgreifen kann… Am Donnerstag, den 04.Mai.2006 bekomme ich dann die „Situation d’écriture“, also ein Blatt mit der genauen Spezifizierung, wozu ich Stellung nehmen soll und an wen ich schreiben muss… Mal sehen, was draus wird 😉

Alice, who the fuck is Alice?

Genau das werden sich einige vor etwas mehr als einem Jahr gefragt haben, als in etlichen Großstädten großformatige Werbungen für „Alice“ zu sehen waren. Für alle die, die nicht wissen, zitiere ich eben mal meinen Blog-Kollegen Marek (natührlich ohne seine Erlaubnis…)

Schon diese tollen Alice-kommt Werbeplakate gesehen? Martin hat mich gestern gefragt ob ich sie schon gesehen habe und tatsächlich, ich habe sie gestern zum ersten mal in München gesehen. Diese Plakate sagen aber nicht aus, was beworben wird, so rätselte auch das Hamburger Abendblatt (der Artikel ist sogar recht lesenswert). Aber dank dem Internet konnten wir beide uns etwas informieren: Inzwischen ist aber auch der wirtschaftliche Teil bekanntgeworden: Alice ist ein DSL Zugang von HanseNet, den es auch in Frankreich gibt, wie Martin erklärte. HanseNet hat was mit der Telecom Italia zu tun hat. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Frau auf den Plakaten Italienerin ist. Blos, es ist nicht „Alice“ sondern die 17 jährige Vanessa Hessler (hätt ich nicht auf 17 geschätzt, aber ich bin sowiso schlecht im schätzen). Es haben schon einige Blogs darüber geschrieben und auch die „Verwandten“ haben sich in Comments zu Wort gemeldet. Sie ist sogar auf das Titelbild 20/04 von TV Spielfilm gekommen.

Nun, wie schon an den Links zu erkennen ist, hat Alice damals in ihrem brauenen Flatterkleid eine rege Diskussion ausgelöst, jedoch ist es dann (aus meiner Sicht) relativ ruhig um Alice resp. Vanessa Hessler geworden. Um genau zu sein, sah‘ man keine einzige Werbung mehr von ihr in München (auch hier gilt wieder: Ich habe keine gesehen). Jedoch kann ich euch eine gute Nachricht mitteilen: In der aktuellen c’t (Ausgabe 9/2006 vom 18.04.2006) findet man Alice nach langer Abwesendheit auf Seite 39 wieder. 😉

DAS musste Mal gesagt werden 😀

OK, ihr ahnt es schon, ich habe das jetzt nur vorgeschoben, da ich ansonsten nicht viel zu sagen habe… Wie recht ihr doch habt 😉

Anonsten habe ich die Woche mein Zeugnis für die 3.Etappe erhalten: 82% Etappendurchschnitt und Jahresdurchschnitt für mich – also ganz annehmbar 🙂 Bei Zeiten stell‘ ich’s euch auch noch online 🙂

Heute war auch die erste Unterrichtsstunde mit der neuen Englisch-Lehrerin, Judy, die Wolfgang bis zum Ende des Schuljahres ersetzen wird. Ich denke, ich werde mit ihr ganz gut zurecht kommen, allerdings möchte ich es nicht unerwähnt lassen, dass es auch ziemlich viele kritische Stimmen in der Klasse zu ihrem Unterricht gab.

Heute hatte ich auch eine äußerst lustige Unterhaltung mit Francine (Sekretärin der Administration) und Nastasia (Empfangscheffin ;)) zum Thema Haare, als ich vom Schultelefon Diane im Nettoyeur angerufen habe um ihr mittzuteilen, dass ich etwas später komme, weil ich einen Friseurtermin habe… Den ganzen Inhalt des Gespräches hier niederzuschreiben würden den Ramen aber sprengen 😉

Freitags, nach der Schule, geht es dann für mich direkt nach Montréal, ohne erst noch ein Mal nach Hause zu kommen. Auf dem Plan steht am Freitag ein Treffen mit Paula, welche aus Baie-Commeau „runter kommt“ (macht irgendeine Reise nach irgendwo hin, die in Montréal losgeht), sowie dann am Samstag/Sonntag der Kauf eines zweiten großen Koffers und eines Anzuges für den Ball für mich. Verena, die meine „Bed and Breakfast“-Geberin für das Wochenende sein wird, wird sich ebenfalls für den Ball eindecken. Allerdings weniger mit einem Anzug als mit einem Kleid 😉

Von dem her: Nicht wundern, wenn ich über das Wochenende (so gut wie) nicht erreichbar bin 🙂

Ach ja, falls sich jemand an dem Titel für den Eintrag stören sollte: Das ist eine Anspielung auf ein gewisses Lied… Also nix böses von mir denken, ja? 😉

Now he’s gone

Ihr wundert euch, warum schon so lange wieder nichts von mir zu hören war? Nun, eigentlich sollte spätestens zu Ostern wieder ein Eintrag online sein, der ist aber irgendwie flöten gegangen… Nennt man bei der Blogsoftware wohl zeitgesteuertes Eintrag-in-die-Tonne-Treten… Super 🙁

Mittlerweile habe ich auch vergessen, was ich da alles geschrieben hatte – auf jeden Fall haben wir die Familie von meinen Gasteltern besucht und dort gab es dann ein rießiges Fest(fr)essen 🙂

Gestern war es dann aber so weit: Wolfgang Prigge, mein Englischlehrer, hat sich in den Ruhe(zu)stand verabschiedet. In seiner letzten Unterrichtsstunde, in der er meine Gruppe 02 hatte, gab es dann dementsprechend auch keinen Unterricht sondern etwas ganz anderes: Popcorn. Das haben wir uns doch gleich schmecken lassen 🙂

Tja, mit Wolfgang ist dann hiermit auch die letzte Person von J.H.L. gegangen, die bei der Schulgründung mit anwesend war.

Wolfgang, schön war’s! Ich hoffe, man sieht sich wieder!

Tja, ansonsten war heute noch für die Band „Les soldats de plomb“ – die Gruppe von und mit Jean-Sebastien – ein Aufnahmetag in einem professionellen Studio angesagt – ein Preis, den sie irgendwo gewonnen hatten. Außerdem inkl.: Eine Übernachtung im Hotel, Futter und 10 Mal ihre gemasterte CD.

Das einzigste, was ihnen jetzt noch fehlt ist eine vernünftige Homepage… Mal sehen, ob sich da was machen lässt, denn bisher ist das, was sie haben eher Augenkrebsverdächtig als sonst irgendwas 😉

Achja: Alexandra, eine der Eiskunstläuferinnen, hat einen neuen Lieblingssatz: „Ich liebe Gurken“. Nach das Gurken aber eher sich nach „Gürken“ anhört, war der Versprecher ihrerseits auch nicht weit weg: „Ich liebe Türken“. Warum nicht… Aber die sind nicht essbar 😉

Stressfull week

Lange nichts mehr von mir gehoert, ne? Das lag daran, dass einfach recht viel los war, was meine Zeit andertweilig in Anspruch genommen hat – von dem her schreibe ich diesen Eintrag auch mitten im Journalismus-Unterricht…

Das wichtigste hatte ich im letzten Blogeintrag vergessen: Wir waren bei der Familie von Diane auf einer echten cabana sucre-Feier. Mit „echt“ meine ich halt wirklich nur Familie irgendwo im Wald und nicht so kommerz-verseucht wie die letzte 😉

Und das beste an der Sache: Meine Foto-Maschine hat sogar funktioniert 😉

Doch nun zur aktuellen Woche… Am Dienstag war der Schulausflug zum Centre Bell, wo wir uns ein Hockey-Spiel der Canadiens de Montréal gegen die Buins de Boston angeschaut haben.

Das Centre Bell ist wirklich riessig… Und auch riessig teuer… Ein Bier: 8.75$, Hotdog mit Pommes und Cola: 15.00$. Da kann einem schon der Appetit vergehen 😉

Obwohl wir in der dritten Etage gesessen sind, hatten wir jedoch eine super Sicht auf das Spielfeld – an dieser Stelle Lob an den Konstrukteur dieses Stadions: Da hat Mal einer mitgedacht 🙂

Ich fand das Spiel recht gut – vorallem war es weniger Brutal als die Spiele, die ich sonst bisher in der Arena von Waterloo gesehen hatte… Es gab zwar zwei kleinere Schlaegerein, aber es ist kein Blut geflossen. Lediglich zwei Hockeyschlaeger mussten dran glauben 😉

Auch vom technischen her gesehen, ist das Centre Bell nicht schlecht bestueckt… Die Anzeigeneinheit ueber der Spielflaeche ist (fast) immer mit einem Livebild des Spiels bestueckt (wenn nicht gerade Werbung eingeblendet wird :)) und rund um die ganye Arena ist ein sog. „Powerring“. Dieser Powerring ist im Grunde nichts als viele LED-Monitore im Bannerformat, die so zusammengeschaltet wurden, dass man keine Uebergang sieht und das wie ein Endlos-Bildschirm fungiert. Auf diesem Powerring wurde (wie sollte es auch anders sein) Werbung eingeblendet als auch Stimmungs-Mittel (also so „alle Mal klatschen/schreiben/etc.“).

Nicht unerwaehnt wollte ich noch lassen, dass die Verantwortlichen fuer den Powerring und die Monitore sehr parteiisch sind 😉 Waren die Canadiens de Montréal Mal zahlenmaesig im Vorteil wurde sofort laut und blinkend darauf hingewisen… Das selbe bei Tooren… War es ein Vorteil fuer den Gegner wurde nichts gemacht 😉 OK, wundert mich jetzt nicht wirklich, ist ja auch immerhin die Arena der Canadiens de Montéal… Wenn die auswaerts spielen, ist’s wahrscheinlich auch nicht anders…

In den Pausen zwischen den Spielperioden gab es auch ein Minispiel von den Nachwuchsspieler der Canadiens. Allerdings Nachwuchsspieler im wahrsten Sinne des Wortes… 8 bis 12jaehige 😉

Jedoch war auch dieser Abend irgendwann zu Ende und es ging wieder heimwaerts…

Tja, und was hat uns am naechsten Tag erwartet (ausser viele Leute, die zufaellig „krank“ sind :))? Ein Physik-Laboratoire, mit drei Grafiken und ewig viel Rechnerei… Und das fuer eigentlich eine ziemlich daemliche Sache… *argh* Sowas haben wir ja wieder Mal gerne…

Dafuer waren wir gestern in der dritten Periode im Cégep von Granby bei einer Vorfuehrung von Bolliden, die einen Puck in einen Sandkasten um die Wette geworfen haben… Toll 😉

P.S.: Ich habe auch ein Foto von mir und Lisette mit Youppi, dem Maskottchen von den Canadiens de Montréal… Das Foto stelle ich nach moeglichkeit so schnell wie moeglich online…

Rückflugbattle

Meine Güte – schon wieder eine Woche wie im Fluge vergangen…

Man merkt, dass die 3. Etappe sich dem Ende zuneigt – diese Woche hatte ich fast jeden Tag ein Examen (bzw. ein Formatif). Alles in allem aber ist das alles gut über die Bühne gegangen, denke ich…

Das Mathe-Examen war ganz easy, so habe ich darin sage und schreibe 100% abgestaubt 🙂 Da war selbst ich etwas überrascht 😉 Insgesammt macht dies in Mathe damit einen Etappendurchschnitt von 84%. Nicht der beste (in der ganzen Klasse; einer hat tatsächlich in der Etappe 100%), aber ich denke für einen R/5 in Höhe von 2 oder 3 dürfte es noch reichen…

Außerdem hatte Wolfgang Prigge am Donnerstag (30.03.) seinen 60. Geburtstag gefeiert. Herzlichen Glühstrumpf 🙂

Ansonsten ist noch mein Schulring angekommen 🙂 Angeblich gab es eine Durchsage, dass man sich die Ringe abholen kann – komischerweise haben diese Durchsage weder Lisette noch ich gehört… Also war Dominique Guerin (männlich ;)) so nett, und hat mir den Ring während des Geschichtsunterrichts vorbeigebracht.

Doch nun zurück zur Überschrift…

Team! hält es ja tatsächlich so, dass die ganzen team!-Schüler schon am 29.06. zurückfliegen müssen. Nicht nur, dass das nicht so toll ist, wenn die anderen später fliegen, so weigert team! sich bisher auch das Datum zu ändern (u.a. habe ich das heute noch Mal von Eva am Telefon erfahren).

Jedoch scheint es (zumindest für mich) doch noch einen Lichtblick zu geben: Nachdem ich in der Schule erwähnt hatte, dass mein Rückflugtermin doch am 29.06. sein wird, hat mich der Direktor der Schule ins Büro geholt um mich zu befragen, warum dies denn so sei. Er hat nicht direkt Durchblicken lassen, um was es geht, aber er wird wohl irgendein Schreiben an team! fertig machen, dass ich noch länger bleiben muss…

Das kommt mir durchaus gelegen… Ich weiß zwar nicht, um was es sich bei dieser Sache handelt, jedoch habe ich schon so einen Verdacht… Eventuell hat das ganze etwas mit der sog. „Gala meritas“ zu tun, wo man als Schüler so einiges bekommen kann…

Wie dem auch sei – diese Woche werde ich wohl genaueres wissen, denn da habe ich noch Mal ein Treffen mit dem Direktor…

Frühlingsanfang

Wenn das erste Gras unter der Schneedecke hervorschaut (also mit anderen Worten der ganze Schnee weggetaut ist) und einen die Sonnenstrahlen an der Nase kitzeln, dann… Ja, dann ist wohl Frühlingsanfang… 😉

Das heißt aber auch, dass SkiBromont.com auch das Nachtskifahren einstellt… Von dem her sind Loui-Bernard und ich noch ein Mal schön ausgedehnt am Abend Skifahren gegangen 🙂

Aber überhaupt ist der Frühling ja auch die Zeit der Erkenntnisse: So stellte mein Geschichtslehrer Éric fest:

Je prends trop de drouge…

(Ich glaube, dass muss ich nicht unbedingt übersetzen, oder? :P)

Und auch ich kann ein super Erkenntniss bieten: Wenn ich meine Nase nicht in den Theorie-Unterricht einer Fahrschule stecke, siehts ziemlich düster für meinen Führerschein aus 😉

Wieso ich das weiß? Nun, bisher habe ich noch kein bisschen Wissens-Material in den Händen gehabt aber trotzdem einige Prüfbögen durchgemacht… Ergebnis: meistens so um die 20 Fehlerpunkte. Erlaubt sind nur 10… 😉

Die letzte Englisch-Stunde die ich hatte, war ja in der ersten Periode, dabei konnte man feststellen, dass es auch immer wieder Leute gibt, die wohl nicht genug gefrühstückt haben… Als Ausgleich werden dann vorzugsweise rote Fineliner angeknabbert 😉

Zu guter Letzt war da noch der Busfahrer am Freitag… Ein echter Verrückter, wenn man so will 😉 Musik auf Anschlag und dann mit Vollgas los 🙂 Aber wird sind alle gesund angekommen 😉

Noch ein technischer Hinweis: Auf Grund des hohen Spamaufkommens per Trackbacks habe ich diese vorrübergehend deaktiviert.

Martin stays in Canada

In den letzten Tagen hat es ja einiges an Verwirrung um das Abflugdatum gegeben… Fliegen wir ATS’ler jetzt aller am 29.06.2006, wie es vorgesehen war, oder doch erst am 06.07.2006, wie es mir von vielen anderen ATSlern mitgeteil wurde…

Um die Verwirrung komplett zu machen, hat team! ja am 17.03. (oder so um den Dreh rum) einen Brief mit den alten Flugdaten (= 29.06.06) an meine Mutter geschickt…

Doch jetzt scheint es fest zu stehen: Abflug wurde von ASSE für alle ATSler auf den 06.07.2006 verlegt. Das entspricht einer Woche mehr Canada 🙂

Der Termin wird mir hoffentlich morgen noch durch Frau Hartlieb per Mail bestätigt… Wie dem auch sei, der Counter habe ich schon Mal auf das neue Datum getrimmt 😉

Ansonsten noch ein kleiner Activity-Report 😉

Heute war eine Chemie-Gruppe in der Schule besonders kreativ: Sie haben Stinkbomben hergestellt und diese großzügig auch ausprobiert… Suppa 😉

Ansonsten bin ich jetzt mitten in den Vorbereitung für die „Gala culturel“ der Schule… Was ich da beitrage? Klarer Fall: Eine Projektion, dass habe ich bei Frau Mayer ja schon kräftig geübt 😉

Die Neuerung dabei aber: Dieses Mal läuft das ganze mit zwei Flash-Animationen, die sich über „LocalConnect“ fernsteuern… 😉

Einzigste eine schlaue Idee, wie ich ein Videosignal eines Camcorders in meinen Laptop bekommen, habe ich noch nicht… Mal sehen, was ich da noch finde 😉

Martin's "I'm-a-year-in-Canada"-Blog